Logo des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

REACT-EU

Die Institutionen der Europäischen Union (EU) haben Ende 2020 die Einführung eines Wiederaufbaufonds „Next Generation EU“ (NGEU) mit einem Volumen von 750 Mrd. Euro und einer Laufzeit von 2021 – 2023 beschlossen. Damit möchte die EU die Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie unterstützen und zu einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Wirtschaftsstruktur beitragen. Zur Finanzierung des Wiederaufbaufonds will die EU erstmals eigene Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen.

Ein wichtiges Instrument des Wiederaufbaufonds ist die „Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas“ (engl. Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe, REACT-EU) in Höhe von 47,5 Mrd. Euro. REACT-EU wird über die bestehenden EU-Strukturfonds (EFRE und ESF) der noch laufenden Förderperiode umgesetzt. Bayern erhält hieraus (in laufenden Preisen, d.h. als tatsächlich zur Verfügung stehenden Betrag) rund 227 Mio. Euro, davon 180 Mio. Euro im EFRE.

Die Mittel aus REACT-EU für den EFRE werden als neuer Förderbereich Teil des laufenden Operationellen Programms 2014 – 2020. REACT-EU-Förderungen unterliegen daher im Grundsatz den selben rechtlichen Rahmenbedingungen wie reguläre EFRE-Förderungen.

Zielsetzung von REACT-EU ist laut REACT-EU-Verordnung die „Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und Vorbereitung einer grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft“. Zudem soll mit REACT-EU ein Beitrag zum Klimaschutz von rund 25 Prozent erbracht werden. Die Mittel müssen bis zum 31.12.2023 verausgabt sein.

Die bayerische EFRE-Verwaltungsbehörde befindet sich in engem Austausch mit den am EFRE beteiligten Ressorts sowie der Europäischen Kommission, um eine wirksame Verwendung der REACT-EU-Mittel für Bayern sicherzustellen. Ebenso werden Verbände und andere Partner einbezogen.